Steuerrecht

Vielen Menschen ist nicht bewusst, ob Sie  eine Verpflichtung haben eine Steuererklärung abzugeben oder welche Möglichkeiten sich aus der regelmäßigen Abgabe der Steuererklärung ergeben.

 

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf und lassen Sie uns schauen, ob es sich für Sie lohnt.


Möchten Sie mir ihr Problem am Telefon erläutern?

Kontaktieren Sie mich gern unter 030 2579 7644 oder 0171 86 46 233 und ich gebe Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung. Für eine darüber hinaus gehende Beratung kann ich Ihnen eine Vergütungsvereinbarung zu einem Stundensatz von 120€ inkl. Ust. anbieten. 

Lohnt sich eine Steuererklärung?

Mithilfe der Steuererklärung haben Sie die Möglichkeit ihre Steuerlast zu senken. Sie können Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen geltend machen. 

Auch für Rentner kann es sich lohnen eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Insbesondere die Aufwendungen für Medikamente, Haushaltshilfen oder Handwerker können ihnen eine schöne Erstattung bescheren.  

 

Doch auch Arbeitnehmer können die zuviel einbehaltene und abgeführte Lohnsteuer auf diese Weise zurückholen. 

 

Vertrauen Sie auf meine jahrelange Erfahrung aus der Steuerberatung und mein Wissen in Schnittstellen. Ich prüfe bei der Erstellung ihrer Einkommensteuererklärung nicht nur ihre Steuerunterlagen, sondern kann zugleich auch einen Blick auf ihren Rentenbescheid oder die Nebenkostenabrechnung werfen. 

 

Ist der Bescheid nicht korrekt lege ich Einspruch ein und klage vorm Finanzgericht wenn es sein muss. 

 

Die Erstellung der Einkommensteuererklärung und die Prüfung des Steuerbescheids erhalten Sie bei mir zum Komplettpreis von 299 EUR. 


Studienkosten steuerlich absetzbar?

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) muss sich derzeit aufgrund mehrerer Vorlagenbeschlüsse mit Kosten des Studiums befassen.

Wie ist die rechtslage?

Die alte und neue Rechtslage sieht grob wie folgt aus: Kosten für das Erststudium können nur als Sonderausgaben in der Steuererklärung der Studenten geltend gemacht werden. Das hat aber den Nachteil, dass sie sich nur auswirken, wenn der Student auch was zu versteuern hat. Also wenn er mehr als 9.000 EUR aus seinem Studentenjob verdient. Da das die wenigsten aufgrund der engen Semesterpläne können, schauen Sie zumeist in die Röhre. Ein Ausweg könnte hier eine vorweggenommene Erbfolge sein. Sollten die Eltern des Studenten Eigentümer einer vermieteten Eigentumswohnung sein, könnten Sie diese ihrem Kind überschreiben und der Student könnte Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielen. Gleichzweitig werden die Eltern als Hausverwalter angestellt und kümmern sich weiterhin um die Immobilie, damit das Kind erfolgreich weiter studieren kann. Aber was machen Kinder weniger gut situierter Eltern?

was wollten die kläger erreichen?

Viel schöner wäre es doch, wenn die Kosten für das Erststudium als vorweggenommene Werbungskosten während des Studiums durch Abgabe der jährlichen Einkommensteuererklärung gesammelt und so zu Beginn der Berufstätigkeit ein schöner Verlustvortrag entstünde. Sobald das erste richtige Gehalt verdient ist könnte der Verlustvortrag dazu führen, dass es eine schöne Steuererstattung gibt. Das haben sich in den letzten Jahren auch viele Steuerpflichtige gedacht und haben die Kosten für das Studium in der Steuererklärung angegeben. Die Finanzämter hatten Ihre Erlasse vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) und haben daher alles abgelehnt. Also wurde kräftig Einspruch eingelegt und die Sache ging zum Finanzgericht. Die Richter stellten sich immer auf die Seite des BMF und so musste immer wieder der Bundesfinanzhof (BFH) angerufen werden. 

 

Nuh hat der BFH jedoch Zweifel, ob die derzeit geltende Regelung der Verfassung entspricht. Warum sollen Kosten für ein Masterstudium, welches regelmäßig als Zweitstudium nach bestandenem Bachelorstudium gilt anders behandelt werden als die Kosten für ein Jurastudium? Die Kosten für ein Zweitstudium dürfen nämlich als vorweggenommene Werbungskosten geltend gemacht werden. Warum aber nicht die Kosten für das vorgeschaltete Bachelorstudium? 

 

Nun hat das Bundesverfassungsgericht die bisherige Regelung bestätigt. Begründung der Karlsruher Richter war, dass nicht jedes Studium automatisch für einen Beruf vorbereitet.


Kapitalanleger aufgepasst: Ist die Verlustverrechnungsbeschränkung des § 20 Abs. 6 S. 5 EStG verfassungswidrig?

 Der Fall:

Viele Kapitalanleger stehen jedes Jahr aufs Neue vor folgendem Problem: Die Dividendenerträge werden mit der Abgeltungssteuer besteuert und die Verluste aus der Veräußerung von Aktien werden nicht berücksichtigt. Das ist ärgerlich und hat für Anleger aus Schleswig-Holstein zu der Erkenntnis geführt hiergegen zu klagen.

Die Kläger hatten neben Kapitalerträgen in Höhe von ca. 2.000€ auch Verluste aus Veräußerung von Aktien erlitten und hierfür eine Verlustbescheinigung der depotführenden Bank erhalten nach §43a Abs. 3 S. 4 EstG.

Das Finanzamt behandelte die Verluste aus der Aktienveräußerung als nicht ausgleichsfähig.

 

Warum gibt es diese Ungleichbehandlung?

Hintergrund ist die Einführung der Abgeltungssteuer. Kapitalerträge werden nur mit 25% besteuert, was für viele Anleger attraktiv ist, da ihr individueller Steuersatz höher ist. Gleichzeitig sollen damit aber auch alle Kosten im Zusammenhang mit der Erzielung der Kapitaleinkünfte abgegolten sein. Dies wird insbesondere deutlich durch die Verlustverrechnungsbeschränkung. Nur Einnahmen aus Aktienveräußerungen dürfen mit Verlusten aus Aktienveräußerungen verrechnet werden. Hier geht enormes Potential für den Anleger verloren, da er unter Umständen gezwungen sein könnte gut laufende Aktien zu veräußern, wenn er seinen Verlustvortrag aus der Veräußerung schlecht laufender Aktien nicht verlieren will.

Das Finanzgericht Schleswig-Holstein hat die Klage als unbegründet abgewiesen. Hiergegen haben die Kläger Revision eingelegt. Interessant ist an dieser Stelle auch, dass das Bundesfinanzministerium dem Rechtsstreit beigetreten ist. Dies ist ein Indiz für die enorme Wichtigkeit des Verfahrens.

 

Wie stehen die Erfolgsaussichten?

Der Bundesfinanzhof hat über die Revision noch nicht entschieden, sondern in einem Beschluss vom 17.11.2020 zum Az. VIII R 11/18 das Verfahren ausgesetzt und zur Prüfung dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt. Nach Überzeugung des Gerichts verstößt nämlich § 20 Abs. 6 Satz 5 EStG insoweit gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG, als im Rahmen einer Steuerfestsetzung gemäß § 32d Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 Satz 2 EStG Verluste aus der Veräußerung von Aktien nur mit Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien und nicht mit anderen positiven Kapitaleinkünften verrechnet werden dürfen.

Die Vorschrift behandelt Steuerpflichtige bei der Bestimmung ihrer steuerpflichtigen Einkünfte unterschiedlich, je nachdem, ob sie Verluste aus der Veräußerung von Aktien oder aus der Veräußerung anderer Kapitalanlagen erzielt haben. Für diese Ungleichbehandlung fehlt es selbst bei einer Prüfung anhand des Willkürmaßstabs an einem hinreichenden rechtfertigenden Grund.

 

Wie kann ich als Anleger von dem Urteil profitieren?

Das zu erwartende Urteil des Bundesverfassungsgerichts kann weitreichende Folgen haben. Jeder einzelne Kapitalanleger kann hiervon profitieren. Nach § 165 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 AO ist nämlich die Steuer vorläufig festzusetzen, wenn das Bundesverfassungsgericht die Unvereinbarkeit eines Steuergesetzes mit dem Grundgesetz festgestellt hat. Sie können daher beantragen, dass ihre Steuerfestsetzung in diesem Punkt noch nicht in Bestandskraft tritt. Wird dem stattgegeben und das Bundesverfassungsgericht entscheidet zugunsten der Anleger, muss das Finanzamt den Steuerbescheid ändern von Amts wegen.

 

 

Bei Fragen zu dieser komplexen Materie bin ich gern für Sie da.   


Unter welchen Voraussetzungen kann ich Beerdigungskosten als außergewöhnliche Belastung in der Einkommensteuererklärung ansetzen?

Beerdigungskosten können als außergewöhnliche Belastung nur abgezogen werden, soweit sie nicht aus dem Nachlass oder durch sonstige im Zusammenhang mit dem Tod zugeflossene Geldleistungen gedeckt sind hat das höchste deutsche Steuergericht, der Bundesfinanzhof am  21.2.2018 beschlossen unter Aktenzeichen VI R 11/16.

Nach § 33 EStG wird die Einkommensteuer auf Antrag ermäßigt, wenn einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse und gleichen Familienstands (außergewöhnliche Belastung) erwachsen. Zwangsläufig erwachsen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen dann, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen (§ 33 Abs. 2 S. 1 EStG).

Doch welcher Betrag gilt als angemessen?

 

Als Erbe haften Sie nach § 1968 BGB für die Kosten der Beerdigung des Erblassers. Prinzipiell kommt es dabei darauf an, welcher Aufwand erforderlich und angemessen ist, um eine Bestattung zu ermöglichen, die nach den im sozialen Umfeld des Verstorbenen vorherrschenden Anschauungen und Sitten als würdig und angemessen zu beurteilen ist, so der  Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom20.9.1973 III ZR 148/71, NJW 1973, 2103. Wichtig ist hierfür vor allem, dass es keine Rolle spielt in welcher Höhe Vermögen vom Erblasser hinterlassen wurde. Auch wenn der Nachlass nicht für die Begleichung der Beerdigungskosten ausreichen sollte können diese Kosten trotzdem angemessen sein im Sinne des § 1968 BGB wie das Oberlandesgericht Düsseldorf in einem Verfahren zu seinem schuldenfreien Lkw-Fahrers vom23.6.1994 – 18 U 10/94, NJW-RR 1995, 1161 festgestellt hat.